Besuch des KONEX (Kompetenzzentrums gegen Extremismus in BW)
Am 17. November 2025 besuchte der Seminarkurs das interaktive Theaterstück „ACHTUNG?!“ am Eschbach-Gymnasium. Das Stück ist Teil eines landesweiten Präventionsprojekts gegen Radikalisierung und Extremismus, das vomKONEX koordiniert wird. Thematisiert wird die Entwicklung und Mechanismen von Radikalisierung aus der Perspektive der Jugendlichen Lina und Tarek, die nach Orientierung suchen und dabei durch einfache Botschaften oder Gruppendruck in extremistische Denk- und Verhaltensmuster geraten. Dabei werden immer wieder die ZuschauerInnen aufgefordert aktiv das Gesehene zu reflektieren.
Der Seminarkurs J1 zum Thema „Radikalisierung“ besucht das KONEX zur Nachbereitung des interaktiven Theaterstücks „Achtung!“ und bekommt Einblicke in die Aussteigerberatung von radikalisierten Menschen.
Die anschließende Nachbereitung des Theaterbesuchs fand am 11. Dezember 2025 im KONEX in Stuttgart statt. Zu den Aufgaben des KONEX zählen u. a. Beratung und Ausstiegsarbeit für radikalisierte Personen, pädagogische Maßnahmen zur Prävention, wissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Projekten sowie die Fortbildung von Fachkräften.
Der Vormittag begann mit Herrn Paul Marx, der mit den SchülerInnen eine vertiefte Nachbesprechung des Theaterstücks durchführte. In dieser Einheit stand besonders die Metaebene des Gesehenen im Fokus: Die Jugendlichen reflektierten innere und äußere Faktoren von Radikalisierungsprozessen und arbeiteten mit verschiedenen Übungen an einem tieferen Verständnis der Mechanismen.
Im zweiten Block erläuterte Frau Julia Filipps zentrale Begriffe aus sicherheitsbehördlicher Sicht, darunter Radikalismus und Extremismus, sowie die Struktur und Funktionsweise der Sicherheitsbehörden in Deutschland. Anschließend behandelte Frau Filipps Aspekte der Präventionsarbeit und die wissenschaftliche Begleitung der Arbeit des KONEX. Sie erklärte mögliche Gründe für Radikalisierungsprozesse und die Herausforderungen sowie die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen. Ein prägnantes Zitat von ihr: „There is no glory in prevention“, verdeutlichte die schwierige, aber wichtige Arbeit in diesem Bereich.
Zum Abschluss hatten die SchülerInnen die Gelegenheit, eigene Fragen zu ihrem Seminarthema zu stellen. Diese teils sehr spezifischen Fragen wurden von Herrn Marx und Frau Filipps als Experten fundiert beantwortet und erleichtern den SchülerInnen die weitere Ausarbeitung ihrer Seminararbeit. (Text und Bilder: Julia Baum)





