Giada stammt aus Cento bei Bologna und besucht das Liceo Classico G. Cevolani. Mit dieser Schule arbeitet das FPGZ bereits seit vielen Jahren zusammen: Im Rahmen der Internationalen Begegnungsklasse bewerben sich regelmäßig Schüler*innen von dort für einen Aufenthalt bei uns.
Beim interkulturellen Nachmittag erhielten wir spannende Einblicke in das Leben und die Kultur Italiens. Dabei thematisierte Giada typische Klischees über Italien, zum Beispiel die Vorstellung, dass alle Italiener zur Mafia gehören, dunkle Haare und olivfarbene Haut haben oder sehr lange bei ihren Eltern wohnen.
Besonders typisch für Italien ist die lebhafte Kommunikation. Italiener*innen nutzen häufig Gesten, um ihre Aussagen zu unterstreichen. Auch die Betonung bestimmter Wörter, zum Beispiel „me“ – kann je nach Intonation unterschiedliche Bedeutungen haben.
Ein zentraler Bestandteil der italienischen Kultur ist das Essen. Für viele Italiener*innen ist Essen heilig. Pasta spielt dabei eine wichtige Rolle. Interessant ist, dass manche Gerichte, die im Ausland als typisch italienisch gelten – wie Spaghetti Bolognese – in Italien selbst kaum in dieser Form serviert werden und eher als Touristengerichte gelten.
Auch der Fußball ist ein wichtiger Teil der italienischen Gesellschaft. In Mailand gibt es zwei große Vereine, die beide international bekannt sind. Fußball verbindet viele Menschen im ganzen Land.
Italien hat außerdem eine sehr lange Bildungs- und Wissenschaftstradition. Die Universität in Bologna wurde bereits im Jahr 1088 gegründet und gilt als die älteste Universität der Welt. Auch bedeutende Wissenschaftler wie Nicolaus Copernicus waren zeitweise mit italienischen Universitäten verbunden.
Neben Bildung und Wissenschaft spielen auch kulturelle Feste eine große Rolle. In der Stadt Cento findet beispielsweise ein berühmter Karneval statt, der sogar eine Partnerschaft mit dem Karneval in Rio de Janeiro hat. Auch Mode ist ein wichtiger Bestandteil der italienischen Kultur – Designer wie Valentino stehen für glamouröse und elegante Kleidung.
Darüber hinaus sprach Giada auch über Politik und Gesellschaft. Aktuelle politische Persönlichkeiten wie Giorgia Meloni oder frühere Figuren wie Silvio Berlusconi prägen die öffentliche Diskussion.
Ein weiteres Thema ihrer Präsentation waren religiöse Traditionen. Viele Menschen pilgern nach Rom, um den Papst zu sehen und ihren Glauben zu leben. Bei solchen Pilgerreisen treffen Menschen aus der ganzen Welt aufeinander.
Italien ist außerdem ein sehr beliebtes Reiseziel. Besonders die Strände ziehen jedes Jahr zahlreiche Touristinnen und Touristen an.
Als kulinarische Besonderheit brachte uns Giada Salame al Cioccolato, eine typische Süßspeise u.a, aus Schokolade und Butterkeksen, vor allem verbreitet in Venetien und Giadas Region, der Emilia-Romagna, mit.
Giada ergänzte ihre Präsentation durch persönliche Fotos und Erfahrungen. Auch die schüleraktivierende Spiele haben uns viel Freude bereitet und unser Interesse an Italien noch mehr geweckt.
Molto bello, complementi!
Text und Bilder: Frau Bacher


















